Große Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Berlin: Ein starkes Zeichen!

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Am 29. November 2025 plant eine neonazistische Gruppe einen Aufmarsch in Mitte; breite Proteste unter dem Motto „Den Nazis keine Mitte!” stehen mobil bereit.

Am 29. November 2025 plant eine neonazistische Gruppe einen Aufmarsch in Mitte; breite Proteste unter dem Motto „Den Nazis keine Mitte!” stehen mobil bereit.
Am 29. November 2025 plant eine neonazistische Gruppe einen Aufmarsch in Mitte; breite Proteste unter dem Motto „Den Nazis keine Mitte!” stehen mobil bereit.

Große Proteste gegen Neonazi-Aufmarsch in Berlin: Ein starkes Zeichen!

Am 29. November 2025 plant die neonazistische Kleinstpartei „Die Heimat”, ehemals NPD, einen Aufmarsch in Berlin. Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit der Gruppierung „Deutsche Jugend Voran” (DJV) durchgeführt, die wiederholt mit Gewalttaten in Verbindung gebracht wurde. Der Aufmarsch, der für 100 Personen angemeldet ist, beginnt um 13 Uhr am Lustgarten und führt zum S-Bahnhof Friedrichstraße. Die neonazistischen Akteure wollen mit ihrer Demonstration gegen „Betrüger und kriminelle Ausländer” sowie gegen „Überfremdung” mobil machen. Ein beunruhigendes Video eines Funktionärs der Partei zeigt zudem antiziganistische Beleidigungen.

Protagonisten des Aufmarsches versuchen, ihre Ansichten über Social Media zu verbreiten, was eine erhebliche Mobilisierung unter rechtsextremen Jugendgruppierungen zur Folge hat. Angesichts der gewalttätigen Vergangenheit des rechtsextremen Milieus wird mit aggressiven Auseinandersetzungen gerechnet. Die Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) hat bereits eine Einschätzung zur Mobilisierung von DJV und „Die Heimat” veröffentlicht und warnt vor der möglichen Festigung rechtsextremer Strukturen durch ihre Zusammenarbeit.

Gegenproteste und Widerstand

Die bundesweiten Reaktionen auf den geplanten Aufmarsch sind entschieden. Proteste von Berliner*innen sind angekündigt, unter dem Motto „Den Nazis keine Mitte!” sind mehrere Kundgebungen organisiert:

  • Ab 12:30 Uhr am Lustgarten (Kundgebung von Omas gegen Rechts).
  • Ab 13 Uhr am Zeughaus (DHM, Unter den Linden 2).
  • Ab 14 Uhr am U-Bhf. Unter den Linden.

Die Route des rechtsextremen Aufmarsches führt über Berliner Dom, Schloßplatz, Unter den Linden, Niederlagstraße, Werderscher Markt, Französische Straße und endet am S-Bahnhof Friedrichstraße (Friedrichstraße 141A-142).

In einem breiteren Kontext ist festzustellen, dass das Personenpotenzial der gewaltorientierten Rechtsextremisten in Deutschland auf rund 15.300 Personen geschätzt wird und sich kontinuierlich erhöht hat. Im Jahr 2024 gab es 37.835 registrierte rechtsextremistische Straftaten, was einen alarmierenden Anstieg von 47,4 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Zahl der rechtsextremistischen Gewalttaten stieg um 11,6 %, was die zunehmende Aggressivität innerhalb dieser Gruppen unterstreicht. Insbesondere bei Körperverletzungsdelikten mit fremdenfeindlichem Hintergrund wurde ein Anstieg um 4,8 % verzeichnet.

Ein weiterer besorgniserregender Trend zeigt sich in der Nutzung gesellschaftlicher Themen durch Rechtsextremisten. Diese Gruppen versuchen vermehrt, migrationsfeindliche und antisemitische Positionen zu propagieren, nutzen dabei aktuelle Konflikte wie den Nahostkonflikt, um ihre Botschaften zu verbreiten. Im Jahr 2024 gab es ebenfalls 360 rechtsextremistische Demonstrationen in Deutschland, wobei Asyl, Migration und Queerfeindlichkeit verstärkt thematisiert wurden.

Die geplanten Proteste gegen den Neonazi-Aufmarsch in Berlin verdeutlichen nicht nur den Widerstand gegen rechtsextreme Ideologien, sondern auch das wachsende Bewusstsein für die Problematik des Rechtsextremismus in der bestehenden Gesellschaft. Berlin gegen Nazis berichtet, dass die Mobilisierung bereits begonnen hat und der Widerstand in der Hauptstadt einmal mehr unter Beweis gestellt wird.

Weitere Informationen über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Rechtsextremismus können auf der Webseite des Verfassungsschutz nachgelesen werden.