Am 28. Oktober 2025 feiern die Handballer der Füchse Berlin einen herausragenden Erfolg: Sie gewinnen den Deutschen Meistertitel. Der Sieg wurde am Sonntag gegen die Rhein-Neckar-Löwen errungen, was einen wichtigen Meilenstein in der Vereinshistorie darstellt. Bürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner gratulierte dem Team im Namen des Heimatbezirks Reinickendorf und lobte die beeindruckende Entwicklung der Füchse unter der Leitung von Geschäftsführer Bob Hanning, der das Team vor 20 Jahren von einem Zweitligisten zu einem Spitzenteam formte.
Trainer Jaron Siewert, der aus Reinickendorf stammt und jüngster Trainer in der Bundesliga ist, wurde für seine Leistungsfähigkeit hervorgehoben. Sportstadtrat Harald Muschner (CDU) zeigte sich stolz auf den Titelgewinn und betonte den bemerkenswerten Teamgeist, der zur Meisterschaft geführt hat. Im Rahmen der Feierlichkeiten lud Demirbüken-Wegner das Team zu einem Empfang ins Reinickendorfer Rathaus ein und bot ihnen die Möglichkeit, sich im Goldenen Buch der Stadt einzutragen. Sie wünschte den Füchsen zudem viel Erfolg für das bevorstehende Final Four der Handball Champions League.
Ein Schritt in die Champions League
Die Füchse haben sich erstmals seit 2012 wieder für das Final Four der Champions League qualifiziert, was diesen Erfolg noch bemerkenswerter macht. In der entscheidenden Partie, die am 30. April 2025 stattfand, gewannen sie das Rückspiel gegen Aalborg Handbold mit 40:36, nachdem sie das Hinspiel bereits mit 37:29 gewonnen hatten. Trainer Jaron Siewert war stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, in der Mathias Gidsel, der Welthandballer, neun Tore erzielte und dem Team entscheidend zum Sieg verhalf.
Das Final Four findet am 14. und 15. Juni 2026 in Köln statt. Zudem wird der SC Magdeburg in einer anderen Partie gegen KC Veszprem antreten, nachdem das Hinspiel 26:26 endete. Der Oberligist aus Mitteldeutschland hat somit eine schwierige Aufgabe vor sich, während die Füchse mit viel Selbstvertrauen in ihr Turnier gehen.
Die Bedeutung des Handballs in Deutschland
Handball ist in Deutschland die zweitbeliebteste Mannschaftssportart nach Fußball. Der Deutsche Handballbund, der seinen Sitz in Dortmund hat, ist der größte Handballverband weltweit. Die Attraktivität des Handballs in Deutschland ist auch auf die Modernisierung von Spielstätten zurückzuführen, die die Zuschauerzahlen in der ersten Liga auf ein Rekordhoch gebracht haben. Besonders bemerkenswert war der Höhepunkt des Zuschauerzuspruchs während der WM 2007, die Deutschland gewann und das Land international ins Rampenlicht rückte.
Mit namhaften Vereinen, darunter der SC Magdeburg und THW Kiel, gehören deutsche Klubs zu den besten in Europa. Das jüngste Engagement der Füchse Berlin und ihr Triumph sind ein weiterer Beweis für die Stärke und das Potential dieses Sports in Deutschland. Die Entwicklung von talentierten Spielern und Trainerpersönlichkeiten, sowie die Unterstützung durch engagierte Funktionäre, haben dafür gesorgt, dass Handball weiterhin eine bedeutende Rolle im deutschen Sport spielt.