Am 3. Februar 2026 konnte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende im Festsaal des Rathauses Wiesbaden eine 14-köpfige Gruppe von Auszubildenden des Bezirksamts Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg willkommen heißen. Dieser Austausch, der vom 2. bis 6. Februar 2026 stattfindet, hat eine lange Tradition, die bereits seit Mitte der 1980er Jahre besteht. In den letzten Jahren war der Austausch jedoch inaktiv; die letzte Gruppe wurde 2016 in Wiesbaden und 2018 in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg empfangen. Es ist erfreulich zu sehen, dass diese wertvolle Tradition nun wiederbelebt wird.

Die Auszubildenden können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das nicht nur den Austausch von Ideen fördert, sondern auch den Zusammenhalt zwischen den Städten stärkt. Oberbürgermeister Mende betont, dass trotz der unterschiedlichen kommunalen Realitäten alle Verwaltungen das Ziel einer bürgernahen und modernen Verwaltung verfolgen. Dieser Austausch ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie durch gemeinsames Lernen und Erleben neue Perspektiven entwickelt werden können.

Der Wert von Azubi-Austauschprogrammen

Der Azubi-Austausch bietet nicht nur Abwechslung in der Ausbildung, sondern ermöglicht es den Teilnehmern auch, andere Unternehmen der gleichen Branche und Ausbildungsberufe kennenzulernen. Dies fördert den Vergleich von Arbeits- und Produktionsweisen und hat das Ziel, Abläufe im eigenen Betrieb durch neue Ideen zu optimieren und zu festigen. Die Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn die Zustimmung des Betriebs ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Austauschprogramm. Daher sollten Auszubildende vorab im Betrieb nachfragen und die Planung erst nach Genehmigung in Angriff nehmen.

Zusätzlich gibt es zahlreiche Förderorganisationen, die Austauschprogramme anbieten. Programme wie Erasmus+ unterstützen beispielsweise Auslandsaufenthalte in 34 Ländern, während das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Aufenthalte von 3 bis 12 Wochen in Europa ermöglicht. Diese Programme bieten den Auszubildenden nicht nur die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch wertvolle Netzwerke zu knüpfen.

Förderung der Mobilität in der beruflichen Bildung

Das BMBF fördert im Rahmen des Programms AusbildungWeltweit Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Ausbilder. Die Idee dahinter ist es, zusätzliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen während der dualen Ausbildung zu vermitteln. Auch das Erasmus+-Programm (2021-2027) unterstützt Lernen und Zusammenarbeit in Europa, wobei die Nationale Agentur NABIBB beim BIBB Informationen und Hilfestellungen für Auslandsaufenthalte bereitstellt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Austauschprogramme wertvolle Möglichkeiten für Auszubildende bieten, um nicht nur ihre fachlichen Fähigkeiten zu erweitern, sondern auch interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Diese Erfahrungen sind nicht nur für die persönliche Entwicklung der Teilnehmer von Bedeutung, sondern tragen auch zur Internationalisierung der dualen Ausbildung bei, was in der heutigen globalisierten Welt unerlässlich ist.