Friedrichshain-Kreuzberg

Ukraine: Umweltverbrechen durch russische Angriffe

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann informierte in einer Pressemitteilung über die tragischen Ereignisse, die die Ukraine und Europa derzeit betreffen. Am 6. Juni 2023 sprengten russische Truppen den Staudamm des Wasserkraftwerks Kachowka, was zur Überflutung dutzender Dörfer und drei Naturschutzgebieten in der ukrainischen Steppe führte. Am 22. März 2024 wurde das Dnipro-Wasserkraftwerk durch einen weiteren russischen Raketenangriff getroffen, was zu Verschmutzungen des Flusses und Beschädigungen des Dnipro-Staudamms führte. Diese Ereignisse werfen einen Blick auf die Verstrickung unserer Energieversorgung in Umweltverbrechen und vergangene totalitäre Regime.

Die filmische Darstellung der Kraftwerkstreppe des Dnipro mit ihren Talsperren verdeutlicht die Schattenseiten der sowjetischen Modernisierung und das Narrativ eines "Sieges über die Natur", das auch heute noch die koloniale Ideologie Russlands prägt. Um diese Thematik weiter zu beleuchten, findet vom 4. Mai bis zum 20. Mai 2024 eine Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Berlin statt. Die Eröffnung der Ausstellung ist für den 3. Mai 2024 geplant und der Eintritt ist frei.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Filmvorführung von "Seegedicht" aus dem Jahr 1958 von Yuliya Solnsteva am 4. Mai 2024. Die Einführung erfolgt durch Alona Penzii. Zusätzlich findet am 5. Mai 2024 eine Lesung von Lelyzaveta Levseieva statt, die über "Nowa Kachowka" referieren wird, die Traumstadt von Oleksandr Dovzhenko und das Mitwirken des Filmdirektors beim Bau der Stadt.

Die Ausstellung liefert somit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung von Umweltverbrechen und der Verstrickung von Energieversorgung in politische und historische Kontexte. Weitere Informationen zur Ausstellung und Veranstaltungen sind auf der Website des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien verfügbar.



Quelle: www.berlin.de

Siehe auch  Ausstellung „Ich bin ein Berliner 2.0“ im Rathaus Lichtenberg eröffnet

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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