Friedrichshain-Kreuzberg

Stolpersteine-Verlegung in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

In Friedrichshain-Kreuzberg werden in Kürze acht weitere Stolpersteine verlegt, um an Menschen zu erinnern, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Diese Gedenksteine werden am letzten freiwillig gewählten Wohnort der Opfer verlegt. Unter anderem wird in der Möckernstraße 65 ein Stolperstein zur Erinnerung an Therese Heymann verlegt. Therese Heymann, geboren 1873 in Prag, war eine verwitwete Mutter von fünf Kindern, die als Pflegerin arbeitete. Sie wurde 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie 1943 ums Leben kam. Zwei ihrer Kinder überlebten die Verfolgung.

In der Wassertorstraße 22 wird ein Stolperstein für Israel Gran verlegt. Gran wurde 1910 geboren und wurde Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Er wurde 1945 in einem Konzentrationslager ermordet. In der Görlitzer Straße 67 wird ein Stolperstein für Regina Rebeka Schenk verlegt. Sie überlebte die Deportation nach Theresienstadt und kehrte nach Berlin zurück, verstarb aber im Jahr 1949.

In der Warschauer Straße 8 werden zwei Stolpersteine für Gertrud und Hugo Silberkleid verlegt. Das Ehepaar wurde 1941 ins Ghetto Minsk deportiert und zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet. An Louis, Ida und Artur Schallamach wird in der Jessnerstraße 11 erinnert. Louis und Ida wurden ins KZ Theresienstadt deportiert und dort ermordet, während ihr Sohn Artur in Auschwitz ermordet wurde.

Die Verlegung der Stolpersteine wird seit 2017 vom Bezirksamt finanziert, wenn sie von Angehörigen oder Nachfahren der Opfer initiiert werden. Diese symbolischen Steine im Stadtbild erinnern an die dunkle Vergangenheit und das Leid von Menschen, die unschuldig durch das nationalsozialistische Regime verfolgt wurden.



Quelle: www.berlin.de

Siehe auch  Aktionstage Gehmeinsam unterwegs! für Senior*innen in Friedrichshain-Kreuzberg

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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