Freibäder in Berlin überfüllt: Chaos trotz Sanierungsversagen!

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Berlin kämpft mit einer schwachen Schwimmbad-Dichte und überfüllten Freibädern. Sanierungsprojekte und neue Bäder sind geplant.

Berlin kämpft mit einer schwachen Schwimmbad-Dichte und überfüllten Freibädern. Sanierungsprojekte und neue Bäder sind geplant.
Berlin kämpft mit einer schwachen Schwimmbad-Dichte und überfüllten Freibädern. Sanierungsprojekte und neue Bäder sind geplant.

Freibäder in Berlin überfüllt: Chaos trotz Sanierungsversagen!

In den heißen Sommermonaten wird Berlin zur Anlaufstelle für Schwimmbegeisterte. Doch die Lage in den öffentlichen Bädern ist angespannt. Aktuelle Daten zeigen, dass Berlin deutschlandweit die niedrigste Dichte an öffentlichen Schwimmbädern aufweist, mit lediglich zwei Bädern pro 100.000 Einwohner. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 7,2 Bädern. Diese Situation führte am vergangenen Wochenende zu einer Überfüllung der Schwimmbäder und Seen, wobei etwa 99.000 Menschen die Sommerbäder und das Strandbad Wannsee besuchten. In mehreren Bädern waren die Ticketverkäufe zeitweise gestoppt, was zu Handgreiflichkeiten unter Wartenden führte. Die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) haben angekündigt, bis 2030 insgesamt 370 Millionen Euro in die Sanierung und den Bau neuer Bäder zu investieren, jedoch ist dies 135 Millionen Euro weniger als ursprünglich geplant. Viele Schwimmbäder, darunter auch Hallen- und Sommerbäder, sind wegen Sanierungsarbeiten momentan geschlossen.

Ein besonders auffälliger Punkt ist, dass in einigen Bezirken, wie Reinickendorf und Marzahn-Hellersdorf, das Schwimmbadangebot stark eingeschränkt ist. Reinickendorf hat sogar kein Freibad, und das geplante Kombibad wurde gestrichen. Viele der Freibäder in der Stadt werden bereits am 7. September schließen, was einige Tage früher ist als im Vorjahr. Zudem wurden angekündigt, dass die Beheizung der Freibäder eingestellt wird, sobald fossile Energien benötigt werden. Trotz dieser schwierigen Situation bewertet die Senatsverwaltung für Inneres und Sport das bestehende Angebot als „grundsätzlich ausreichend“.

Sanierungsprogramme und Bauprojekte

Die BBB setzen ihr Sanierungsprogramm fort, in dessen Rahmen im Jahr 2024 Bauvorhaben im Gesamtwert von fast 50 Millionen Euro gestartet werden. Besonders bedeutsam ist die vorgezogene Grundsanierung des Kombibades Mariendorf, die ursprünglich für 2025 geplant war und nun 2023 beginnt. Für diese Sanierung sind 32 Millionen Euro eingeplant. Weitere Projekte betreffen das Stadtbad Schöneberg, das Kombibad Spandau Süd sowie das Stadtbad Tiergarten, wo ein neues Außenbecken entstehen soll. Während der Bauarbeiten wird ein vorübergehender Mangel an Wasserfläche in vielen Stadtteilen erwartet, was die Situation im ohnehin bereits herausgeforderten Bäderangebot zusätzlich verschärft.

Die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) hat in letzter Zeit auch die sinkende Schwimmfähigkeit in Deutschland beklagt – ein Thema, das auch für Berlin von Bedeutung ist. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland mehr als 400 Todesfälle durch Ertrinken registriert, was die Sicherheit in Bädern und Gewässern umso dringlicher macht. Die Wasserqualität in den Seen Berlins gilt jedoch als ausgezeichnet, gemäß den Standardberichten der Europäischen Umweltagentur.

Die Beliebtheit des Schwimmens zeigt sich in den vollen Freibädern und Wartelisten in Schwimmvereinen. Bei kühlen Temperaturen ziehen die Menschen die Hallenbäder vor, während an heißen Tagen die Freibäder und Seen stark frequentiert werden. Diese Freizeitaktivität wird in Deutschland in allen Altersgruppen geschätzt. Die Situation in Berlin könnte sich jedoch ab 2026 entspannen, wenn die verschiedenen Bau- und Sanierungsprojekten abgeschlossen sind und mehr Wasserflächen zur Verfügung stehen.