Cottbus: Grablichter wegen Trockenheit ab sofort verboten!
Cottbus verbietet Grablichter auf Friedhöfen wegen hoher Brandgefahr durch Trockenheit; Wasserentnahme eingeschränkt.

Cottbus: Grablichter wegen Trockenheit ab sofort verboten!
Die Stadt Cottbus hat mit sofortiger Wirkung das Entzünden von Grablichtern auf allen Friedhöfen untersagt. Dieses Verbot wurde beschlossen, um die Bevölkerung vor der erhöhten Brandgefahr durch die anhaltende Trockenheit zu schützen. Die Entscheidung gilt bis auf Weiteres und ist Teil einer umfassenderen Maßnahmen, die auch andere Landkreise in Brandenburg betreffen, die ähnliche Einschränkungen im Umgang mit Wasserressourcen einführen.
Die Stadtverwaltung bittet die Friedhofsbesucher um Verständnis und empfiehlt alternative Formen des Gedenkens. Die Situation auf den Friedhöfen hat sich insbesondere auf dem Südfriedhof verschärft, wo eine Zunahme von beschädigten Grabfeldern festgestellt wurde. Verantwortlich für die Schäden sind überwiegend Raben und Krähen, weshalb die Friedhofsverwaltung weiterhin aktiv bleibt, um die Würde der Grabstätten zu wahren.
Wasserentnahmeverbot in mehreren Landkreisen
Zusätzlich gilt für Cottbus und sieben weiteren Landkreisen ein vorübergehendes Wasserentnahmeverbot. Betroffene Regionen sind Spree-Neiße, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland, Barnim und Potsdam-Mittelmark. In diesen Landkreisen ist die Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern weitgehend untersagt. Ausnahmen bestehen nur für die Entnahme mit Gießkannen, die in Maßen erlaubt bleibt.
In Potsdam und Ostprignitz-Ruppin werden ebenfalls entsprechende Verfügungen vorbereitet. Insgesamt ist die Trockenheit in Deutschland ein zunehmendes Problem, das viele Regionen dazu zwingt, Wasserentnahme zu beschränken. Die anhaltenden Dürren sind ein unmittelbares Ergebnis des Klimawandels, der laut dem Weltklimarat die Häufigkeit und Schwere solcher Ereignisse erhöht.
Trend zur Wassereinsparung
Die Situation ist nicht nur auf Brandenburg beschränkt. Auch in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt wurden ähnliche Maßnahmen ergriffen, um die Wasserversorgung zu sichern. Bußgelder von bis zu 10.000 Euro sind bei Verstößen zu erwarten, während die Städte und Landkreise zur sparsamen Nutzung dieses wertvollen Guts aufrufen. Laut dem Dürre-Monitor des Helmholtz-Zentrums sind die Auswirkungen der Trockenheit besonders im Osten Deutschlands spürbar.
Die Anordnung der Stadt Cottbus dient somit nicht nur dem Schutz der Menschen und der Natur, sondern reagiert auch auf ein gesamtgesellschaftliches Problem der Wasserknappheit, das für viele Regionen zur Herausforderung wird.
Besucher der Friedhöfe werden ermutigt, alternative Wege des Gedenkens in Betracht zu ziehen und sich der derzeit herrschenden Situation bewusst zu werden.
Für detaillierte Informationen zur Situation in Cottbus und den neighboring counties können die Artikel von rbb24, Niederlausitz Aktuell und Geo konsultiert werden.