In der Region Berlin-Brandenburg wurden heute, am 2. Juni 2025, wichtige Maßnahmen zur Verkehrszählung bekannt gegeben. An Überführungen und Schilderbrücken sind rund 1.300 Kameras installiert worden, die jedoch nicht als Blitzer fungieren. Diese Kameras dienen ausschließlich der Erfassung von Verkehrsdaten, wie die Anzahl und die Art der Fahrzeuge, die die Straßen benutzen. Die Kameras erfassen keine Kfz-Kennzeichen, sodass der Datenschutz gewahrt bleibt. Dies berichtet rbb24.
Die Autobahn GmbH des Bundes führt diese Zählungen im Auftrag der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen durch. Dabei beteiligt sich auch der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg an der umfangreichen Datenerhebung. An Brandenburger Bundes- und Landesstraßen sind etwa 1.000 Messstellen eingerichtet worden, die zusammen mit den Kameras zur genaueren Analyse der Verkehrsinfrastruktur beitragen.
Umfang und Ziele der Zählung
Die Zählungen finden in diesem Jahr in den Monaten Mai, Juli und während einer Ferienwoche im August statt. Ziel ist es, die Nutzung der Straßen und Veränderungen im Verkehr zu erfassen sowie Engstellen zu identifizieren. Diese Maßnahmen sind Teil einer bundesweiten Straßenverkehrszählung, die alle fünf Jahre stattfindet. Insgesamt werden an etwa 40.000 Zählstellen in Deutschland Verkehrsdaten erhoben, wie bmv.de berichtet. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2026 veröffentlicht werden und sollen für die Verkehrsplanung genutzt werden.
Die Erhebung umfasst eine Vielzahl von Erfassungsmethoden, darunter automatische Dauerzählstellen und temporäre Messungen. Manuelles Zählen mit geschultem Personal kommt ebenfalls zum Einsatz. Diese Daten sind essentiell für die Erstellung von Lärm- und Emissionsberechnungen und unterstützen auch verschiedene Mobilitätsstudien. Datenschutz spielt eine entscheidende Rolle, da die Erfassungsmethoden keine Identifikation von Fahrzeugen ermöglichenden und Videoaufnahmen nach der Auswertung umgehend vernichtet werden, wie BASt betont.
Ausblick auf die Ergebnisse
Die Zählungen sollen im Oktober 2025 abgeschlossen werden. Die gesammelten Verkehrsdaten werden analysiert und veröffentlicht, sodass die Resultate in die zukünftige Verkehrsplanung einfließen können. Verkehrsbehörden, Forschungsinstitutionen, Verbände und Bürgerinitiativen setzen die Zahlen zur Optimierung der Mobilität in Deutschland ein.