Berlin wird 2028 nicht Gastgeber der „World Firefighter Games“ (WFG). Dies wurde durch einen Sprecher der Berliner Feuerwehr bestätigt, nachdem der Zuschlag an Al-Khobar in Saudi-Arabien ging. Auch wenn Berlin die Möglichkeit hatte, sich zu bewerben, entschied man sich gegen eine Teilnahme an den Wettkämpfen. Dies ist bereits das zweite Mal, dass Berlin einen bedeutenden Wettbewerb für Brandbekämpfer verliert, nachdem die Feuerwehrwettkämpfe des CTIF für 2026 aufgrund fehlender Finanzierung ebenfalls nicht in der Hauptstadt stattfinden werden.

Die Enttäuschung innerhalb der Berliner Feuerwehr ist groß. Sie kritisieren, dass sie nicht in die Entscheidungsprozesse einbezogen wurden. Im Vorfeld der WFG reiste ein Vertreter der Berliner Feuerwehr über Silvester 2022 nach Australien, um bei den Rechteinhabern um Unterstützung zu werben. Im Februar 2023 finanzierte die Innenverwaltung zudem einen Aufenthalt der WFG-Rechteinhaber in Berlin, um mögliche Wettkampfstätten zu besichtigen. Die Kosten für diesen Aufenthalt beliefen sich auf rund 20.000 Euro, die im Hinblick auf einen erwarteten Imagegewinn und ökonomische Vorteile gerechtfertigt wurden.

Internationale Feuerwehrwettkämpfe 2026 in Berlin

Anlass dieser besonderen Wettkämpfe ist das 175-jährige Bestehen der Berliner Feuerwehr. Die Disziplinen umfassen unter anderem den traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb, der einen 400-Meter-Staffellauf mit Hindernissen sowie einen trockenen Löschangriff beinhaltet. Zudem sind Sportwettkämpfe und spezielle Wettbewerbe für die Jugendfeuerwehr geplant, z.B. die Feuerwehrhindernisübung und staffelbasierte Wettbewerbe.

Ziele der Wettbewerbe

Die Veranstaltung soll nicht nur den Erfahrungsaustausch unter Feuerwehrangehörigen fördern, sondern auch die internationale Kameradschaft und Vernetzung stärken. Besonders wichtig ist der Fokus auf Jugendförderung und kulturellen Austausch. Trends wie die Stärkung von Netzwerken, Diversität und die Entwicklung neuer Kooperationsformen sollen ebenfalls im Rahmen der Wettbewerbe in den Vordergrund rücken.

Die „World Firefighter Games“, die seit 1990 ausgerichtet werden, sind in der Regel sieben bis zehn Tage lang und ziehen zahlreiche Feuerwehrleute an. Insgesamt nahmen zuletzt rund 7.000 Feuerwehrleute aus 65 Ländern an den Spielen teil, wobei bei einem Zuschlag für Berlin Kosten von rund 17 Millionen Euro erwartet worden wären. Angesichts dieser Umstände bleibt abzuwarten, wie sich die Feuerwehrlandschaft in Berlin entwickeln wird, während die Stadt sich auf die kommenden internationalen Wettbewerbe vorbereitet.

Für mehr Informationen zu den Wettbewerben und ihrer Geschichte können Sie die Berichterstattung von rbb24, verbandsbuero und Wikipedia besuchen.