Am 25. September 2025 findet die Auftakt-Veranstaltung der Triennale der Moderne 2025 in Berlin statt. Unter dem Motto „Zerrissene Moderne(n)“ wird die Migration des Bauhauses von Weimar nach Dessau thematisiert, zudem werden aktuelle Wahlen und gesellschaftliche Debatten aufgegriffen. Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, gelegen in der Luisenstraße 18, 10117 Berlin. Dies berichtet das Landesdenkmalamt.
Zu den Diskussionsgästen gehören Irina Scherbakowa, Vorstand von Zukunft Memorial e.V., sowie Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Musikalisch unterlegt wird die Veranstaltung durch Mitglieder der Anhaltinischen Philharmonie, die Werke von Kurt Weill aus den 1920er Jahren präsentieren.
Festivalvielfalt und Programm
Die Triennale der Moderne, die vom 25. bis 28. September 2025 in Weimar, Dessau und Berlin stattfindet, bietet ein vielfältiges Programm. In Weimar wird die Eröffnung am 26. September 2025 um 17 Uhr in der Sendehalle gefeiert, gefolgt von einem Vortrag von Dr. Justus Ulbricht, der die Zerrissenheit in Politik und Gesellschaft thematisiert. Gleichzeitig ist die dortige Programmdauer bis zum 28. September angesetzt. Die Klassik-Stiftung beschreibt die Programmvielfalt in Weimar, das umfangreiche Führungen, Filme und Kunstinstallationen umfasst.
Das Berliner Programm zieht sich bis Mitte Dezember 2025 und bietet Touren, Ausstellungen, Vorträge, Symposien und digitale Formate. Thematische Schwerpunkte des Berliner Programms sind unter anderem:
- Reformbewegungen des 19. Jahrhunderts
- Entstehung der „Elektropolis Berlin“
- Neues Bauen der 1920er und 1930er Jahre
- Nachkriegsmoderne in Ost und West
- Spätmoderne der 1960er und 1970er Jahre
- Post-Moderne der 1980er Jahre
Jubiläen und Abschlusskonferenz
Ein besonderes Augenmerk liegt auf verschiedenen Jubiläen, wie dem 100-jährigen Bestehen der Hufeisensiedlung und dem 80. Jahrestag des Wiederaufbaus. Auch der 50. Jahrestag der Europäischen Denkmalcharta wird gewürdigt. Die Triennale wird mit einer internationalen Abschlusskonferenz enden, die sich kritisch mit den behandelten Themen auseinandersetzen wird. Die Auftakt-Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, allerdings ist eine Anmeldung bis zum 22. September erforderlich.
Wer an den Führungen und Veranstaltungen teilnehmen möchte, sollte sich frühzeitig anmelden, da für viele Events maximal Teilnehmerzahlen vorgesehen sind. Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte unter der Emailadresse: veranstaltungen@lv.stk.sachsen-anhalt.de oder telefonisch unter (030) 90259-3722.
Die Triennale der Moderne wird durch Mittel des Landes Sachsen-Anhalt, des Landesdenkmalamtes Berlin und anderer Partner gefördert. Damit wird erneut ein Beitrag zur kulturellen Diskussion über die kunsthistorischen Bewegungen und deren Einflüsse auf die moderne Gesellschaft geleistet, wie dies auch im Kontext des Bauhauses relevant ist. Das Deutsche Historische Museum beschreibt die durch das Bauhaus angestoßene Diskussion um rationellere Bauweisen und die Notwendigkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.