Im Jahr 2015 wurde das Gebiet rund um die Dörpfeldstraße in Adlershof als Teil des Programms „Lebendigen Zentrums und Quartiers Dörpfeldstraße“ (LZQ) ausgewählt. Ziel dieses Förderverfahrens ist es, die Situation in der Geschäftsstraße und im angrenzenden Quartier nachhaltig zu verbessern. Ein zentrales Element des Programms ist die breite Beteiligung der Adlershofer Bürger*innen, um deren Interessen und Anliegen in alle Projekte und Planungen einzubringen, wie berlin.de berichtet.
Der Kiezbeirat, der 2016 von den Bürger*innen gewählt wurde, fungiert als Interessenvertretung und Schnittstelle zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung. Seine Hauptaufgabe ist die Unterstützung von investiven und nichtinvestiven Maßnahmen im Fördergebiet. Der Beirat bringt die Perspektiven der Anlieger*innen, Gewerbetreibenden und Eigentümer*innen aktiv in die Planungen ein und begleitet das Bezirksamt Treptow-Köpenick bei der Umsetzung des Förderprogramms Aktives Zentrum (AZ) in der Dörpfeldstraße, so adlerkiez.de.
Kiezbeirat als Schlüsselspieler
Der Kiezbeirat hat sich als wichtiger Partner im Entwicklungsprozess rund um die Dörpfeldstraße etabliert. Mit seinem tiefen Verständnis der lokalen Gegebenheiten ist er in der Lage, die Anliegen der Bürger*innen effektiv zu kommunizieren. Projekte im Fördergebiet werden stets im Austausch mit dem Beirat erörtert. Bedeutend ist auch die im vergangenen Jahr unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kiezbeirat und der Bezirksverwaltung, die eine dauerhafte Zusammenarbeit sichert.
Diese Vereinbarung wurde am 27. Juni 2025 im Rathaus Köpenick unterzeichnet und bildet die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit zwischen der Bezirksverwaltung und dem Kiezbeirat, wie auf berlin.de festgehalten. Das Sprecher*innenteam des Kiezbeirats und die Bezirksstadträtin Dr. Claudia Leistner unterzeichneten das Dokument.
Bedeutung der Bürgerbeteiligung
Die Diskussion um die Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung hat an Bedeutung gewonnen, insbesondere in den letzten sechs Jahrzehnten. Programme wie „Die Soziale Stadt“, die 1999 ins Leben gerufen wurden, zielen darauf ab, sozialräumliche Spaltungen und Ausgrenzungen in urbanen Gebieten entgegenzuwirken. Dieses Programm hat das Quartiermanagement als organisatorischen Kern und versteht Partizipation als partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen und Staat, wie die bpb.de beschreibt.
Die Herausforderungen im Bereich der Stadtentwicklung sind vielfältig und erfordern eine umfassende Wohnungs- und Wirtschaftspolitik. Neben baulichen Maßnahmen ist es wichtig, soziale Programme nachhaltig zu unterstützen. Das Quartiermanagement soll die Bedürfnisse der Bewohner*innen in integrierte Handlungskonzepte umsetzen und somit zu einer positiven Entwicklung der Lebensverhältnisse führen.