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Uhrenmanufaktur Askania: Vom Kudamm nach Potsdam – und plötzlich steigt der Umsatz!

Die Berliner Uhrenmanufaktur Askania hat ihren Geschäftssitz vom Kurfürstendamm nach Potsdam verlegt und verzeichnet dort einen deutlich besseren Umsatz als zuvor. Laut Hauptaktionär Leonhard Müller hat das Unternehmen in den ersten beiden Monaten in Potsdam mehr verdient als in den besten Monaten am Kudamm. Doch woran liegt das?

Müller erklärt, dass der Kurfürstendamm mittlerweile keine belebte Flaniermeile mehr ist, sondern eher eine trostlose Straße. Früher hätten sich hier Berliner und Touristen zum Spazieren und Shoppen getroffen. Doch heute sei die Straße schlecht frequentiert, es gebe kaum noch Parkplätze und auch für ältere Menschen fehlten Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen. Läden hätten sich zurückgezogen und auch gastronomische Einrichtungen seien verschwunden.

Ein weiteres Problem sei der Leerstand. Müller berichtet, dass man ihnen 2017 gesagt hätte, sie müssten schnell den Mietvertrag unterschreiben, da sonst alle Läden weg seien. Doch bis zum Auszugstag seien rechts und links von ihnen keine neuen Mieter gefunden worden. Zudem habe der Hauseigentümer trotz der Corona-Situation eine höhere Miete verlangt.

In Potsdams holländischem Viertel hingegen habe Askania sowohl Kunden aus Potsdam als auch aus Berlin, insbesondere aus den Stadtteilen Spandau und Zehlendorf. Trotz des Umsatzerfolgs in Potsdam betreibt das Unternehmen weiterhin ein Geschäft in Berlin - in den Hackeschen Höfen.

Müller betont jedoch, dass sie sofort zum Kurfürstendamm zurückkehren würden, wenn sich dort wieder etwas Positives entwickeln würde.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation am Kurfürstendamm weiterentwickeln wird und ob es gelingt, die Straße wieder attraktiver zu gestalten, um Unternehmen wie Askania zum Rückzug zu bewegen und den ehemaligen Glanz des Luxus-Boulevards wiederherzustellen.

Siehe auch  Thomas Heinze im Interview: Guten Morgen, Berlin

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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