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Studie zur nachhaltigen Mobilität im Taxi- und Mietwagengewerbe: Mehr E-Fahrzeuge mit Eco-Pause

Die Initiative "wirfahren" und das Fraunhofer FOKUS haben eine Studie zur Förderung nachhaltiger Mobilität im Taxi- und Mietwagengewerbe veröffentlicht. Die Studie mit dem Titel "Transformation des Taxi- und Mietwagengewerbes" untersucht den aktuellen Stand der Branche in Bezug auf Nachhaltigkeit und analysiert Wege und Konzepte, um den Wandel zur "grüneren Mobilität" voranzutreiben. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Taxi- und Mietwagengewerbe einen entscheidenden Einfluss auf das Erreichen der Klimaziele hat. Der gesamte Verkehrssektor trägt in Deutschland zu 20 Prozent aller Treibhausemissionen bei, wobei Taxis und Mietwagen jedes Jahr zwischen 2,5 und 3 Milliarden Kilometer zurücklegen.
Die Studie zeigt jedoch, dass nur etwa 17 Prozent der Taxi- und Mietwagenfahrzeuge einen elektrischen Antrieb haben. Es gibt daher erhebliche Potenziale zur Reduktion von CO2-Emissionen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer FOKUS haben batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge als technologische Lösungen untersucht und den batterieelektrischen Antrieb als die am besten geeignete Lösung für emissionsfreie Mobilität eingeschätzt. Zudem wurden innovative Ladetechnologien wie das induktive Laden oder der Batteriewechsel genauer analysiert.
Basierend auf diesen Erkenntnissen schlägt das Fraunhofer FOKUS das innovative Konzept der "Eco-Pause" vor. Die Eco-Pause wurde speziell für das Taxi- und Mietwagengewerbe entwickelt und verbindet Ladeinfrastruktur für elektische Fahrzeuge mit angenehmen Ruhezeiten für Fahrerinnen und Fahrer. Während der Ladezeiten haben sie Zugang zu komfortablen Ruheräumen, Gesundheits- und Fitnessangeboten sowie gastronomischen Einrichtungen, wodurch die Infrastruktur auch als Begegnungsstätte dient. Die Eco-Pause kann an bestehende Ladeinfrastruktur angebunden oder an Orten wie Flughäfen oder Bahnhöfen eingerichtet werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Studie ist die Untersuchung der Rückkehrpflicht für Mietwagen, die in den 1980er Jahren eingeführt wurde. Diese Pflicht besagt, dass Fahrerinnen und Fahrer von Mietwagenunternehmen nach Beendigung eines Auftrags zu ihrem Betriebssitz zurückfahren müssen, es sei denn, es liegt ein Folgeauftrag vor. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer FOKUS haben eine Simulation durchgeführt, die zeigt, dass die Rückkehrpflicht zu ungefähr 30 Prozent aller Fahrstrecken im Mietwagengewerbe führt. Allein in Berlin entspricht dies fast 200.000 Kilometern an unnötigen Leerfahrten täglich. Durch die Abschaffung der Rückkehrpflicht könnten signifikante CO2-Einsparungen erzielt und der Verkehr in der Hauptstadt entlastet werden. Zudem wäre die Aufhebung der Rückkehrpflicht förderlich für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge, da diese aufgrund ihrer geringen Reichweite für den kommerziellen Einsatz noch nicht wirtschaftlich sind.
Insgesamt verdeutlicht die Studie die Bedeutung einer nachhaltigeren Mobilität im Taxi- und Mietwagengewerbe und präsentiert innovative Lösungen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Politik, um diese Transformation voranzutreiben. Die Initiative "wirfahren" setzt sich als größter Zusammenschluss von Mietwagenunternehmen in Deutschland für die Anliegen der Unternehmen und ihrer mehr als 45.000 Fahrerinnen und Fahrer ein und informiert über Leistungen, Zukunftsprojekte und die Verbesserung der Servicequalität, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Branche.

Siehe auch  Spanischkurs für Anfänger mit Dozentin Maria Jesús Ortiz Moreiro in Berlin!


Quelle: wirfahren.de / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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