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Osterbotschaft 2023: Habt Mut und schöpft Hoffnung! – Ein Aufruf zur inneren Einkehr und Zusammenhalt

Frohe Ostern! Dieser kurze Gruß erreicht uns heute überall. Ob wir Christen sind oder nicht, die Botschaft lautet: Habt Mut, fürchtet euch nicht. Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat es in diesem Jahr so ausgedrückt: "Krisenmüde und kriegserschüttert, wie wir angesichts des unermesslichen Leids an so vielen Orten dieser Welt sind, setzt das Osterfest innere Kraft frei und spricht den traurigen und tief erschöpften Seelen Mut zu."

In Berlin sind von 3,88 Millionen Einwohnern nur noch 19,1 Prozent entweder evangelischen oder katholischen Glaubens. Genau 741.261 Christen lebten der Statistik nach Ende 2023 in der Stadt. Schmälert das die Osterbotschaft? Natürlich nicht! Sie ist universell und reicht über das Christentum hinaus.

Die Osterbotschaft, wie es der Berliner Musiker Peter Fox ausdrückt, ist komplexer: Wie kann man Hoffnung schöpfen, wenn jemand ans Kreuz genagelt wird? Für Christen ist die Antwort einfach: Hoffnung kommt aus der Auferstehung. Und für alle anderen? Wir haben ein paar Tage frei, das lange Wochenende lädt zu einem Frühlingsausflug ein. Wer Schulkinder hat, ist vielleicht in die Ferien gefahren. Auferstehung und Osterbotschaft geraten da leicht in Vergessenheit. Dabei geben uns die Feiertage Zeit zur inneren Einkehr. Egal, ob wir Ostereier suchen oder wie in Schweden das Osterwasser zu unseren Lieben bringen. Alle Osterbräuche vermitteln eines: Zeit zum Innehalten.

Die Feiertage lassen sich nutzen, um über die wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken. An dem Krieg in der Ukraine und in Gaza sowie angesichts des demografischen Wandels, der Digitalisierung, der Klimakrise, der Globalisierung und anderer Herausforderungen ist die Sehnsucht groß nach "einem unbeschwerten und unbedrohten Leben". Jeder Einzelne, aber auch die Gesellschaft als Ganzes, braucht viel Kraft. Für Christen ist die Osterbotschaft eine Hilfe und Stütze. Doch auch für alle anderen gilt: Aus Mut und Zuversicht lässt sich eine große Kraft schöpfen. Doch wie entsteht Zuversicht? Was lässt uns an einem Problem nicht verzweifeln, sondern nach Lösungen suchen? Zum einen schöpfen wir Menschen Kraft aus Erfahrungen, die wir bereits gemacht haben. Wir können uns unseres Weges sicherer sein, wenn wir aus der Vergangenheit sicher sind, dass es immer Lösungen gibt. Wir sind zuversichtlicher, wenn wir zudem wissen, wie wir unsere Probleme angehen können. Und es hilft, zu wissen, dass wir nicht allein sind, auf die Hilfe anderer zählen können.

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Wir Menschen sind soziale Wesen, die ohne ihre Umgebung, ohne Austausch mit anderen nicht sein können. Nicht erst seit dem Christentum verlassen wir uns darauf, dass die Gemeinschaft uns Kraft gibt.

In einer komplizierten Welt braucht es viele neue Antworten. Die große Kraft der Menschheit besteht darin, gemeinsam Herausforderungen meistern zu können. Wir machen uns nur viel zu selten bewusst, dass wir im Miteinander viel mehr erreichen können. Im Nachkriegsdeutschland sind wir stolz darauf, eine Gesellschaft von Individualisten geworden zu sein, in der jeder seinen eigenen Weg gehen kann, jeder Einzelne viele Freiheiten genießt. Über Dingen wie Konsum und Karriere vergessen wir manchmal, dass wir alle gemeinsam daran arbeiten müssen, diese Freiheiten zu erhalten. Gemeinsame Werte, Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein brauchen wieder mehr Raum. Frohe Ostern!

In der folgenden Tabelle befinden sich Informationen zu den religiösen Präferenzen der Einwohner Berlins:

| | Gesamt | Evangelisch | Katholisch | Sonstige |
|----|--------|-------------|------------|----------|
| Anzahl | 3.880.000 | 741.261 | 741.261 | 2.397.478 |
| Anteil | 100% | 19,1% | 19,1% | 61,8% |

Diese Zahlen verdeutlichen, dass in Berlin eine Vielzahl von Menschen mit unterschiedlichen religiösen Hintergründen und Weltanschauungen leben. Die Osterbotschaft wird jedoch als universell angesehen und über das Christentum hinaus akzeptiert.

Es ist wichtig zu erkennen, dass die Osterbotschaft nicht nur für religiöse Menschen relevant ist, sondern auch für diejenigen, die die Feiertage für eine innere Einkehr nutzen möchten. Angesichts der globalen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, kann die Botschaft von Hoffnung und Mut eine wichtige Unterstützung sowohl für Individuen als auch für die Gesellschaft als Ganzes bieten.

Es ist von Bedeutung, dass wir uns unserer gemeinsamen Verantwortung bewusst werden und darauf hin arbeiten, gemeinsam Lösungen für aufkommende Probleme zu finden. Die Osterfeiertage bieten eine Möglichkeit, über die wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken und den Fokus auf gemeinsame Werte wie Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein zu lenken.

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In einer Welt, die oft komplex und herausfordernd ist, können wir durch das Teilen von Erfahrungen und das Zusammenarbeiten mit anderen Menschen eine große Kraft schöpfen. Lasst uns nicht vergessen, dass wir im Miteinander viel mehr erreichen können und dass wir gemeinsam für eine bessere Zukunft arbeiten können.

Frohe Ostern an alle!



Quelle: BERLINER MORGENPOST / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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