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EU-Verordnung gegen Entwaldung: Deutsche Unternehmen der Futtermittelbranche und Fleischwirtschaft in der Kritik

Der Großteil deutscher Unternehmen in der Futtermittelbranche, Fleischwirtschaft und Systemgastronomie verstößt aktuell gegen die EU-Verordnung gegen Entwaldung. Laut einer Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 62 deutschen Unternehmen ergreifen nur vier der befragten Unternehmen erforderliche Maßnahmen zur Rückverfolgung beim Einsatz von Futter-Soja, bei Palmöl ist es sogar nur eines. Die DUH fordert alle Unternehmen auf, öffentliche Aktionspläne mit konkreten Zielen und Fristen für die Einhaltung der EU-Verordnung gegen Entwaldung vorzulegen.

Diese Nachricht hat auch Auswirkungen auf die Bürger Berlins, da die Hauptstadt bekanntlich eine aktive und engagierte Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsgemeinschaft hat. Viele Menschen in Berlin setzen sich für den Schutz von Wäldern und den Kampf gegen die Entwaldung ein. Auch lokale Unternehmen in Berlin könnten betroffen sein und stehen möglicherweise vor der Herausforderung, ihre Lieferkettenpolitik zu überprüfen und anzupassen, um den Anforderungen der EU-Verordnung gegen Entwaldung gerecht zu werden.

Die EU-Verordnung gegen Entwaldung, die Ende 2024 wirksam wird, soll sicherstellen, dass für eingesetzte entwaldungskritische Rohstoffe wie Soja und Palmöl keine Waldflächen nach dem 31. Dezember 2020 abgeholzt wurden. Unternehmen müssen die physische Trennung der Warenströme sicherstellen und angeben, auf welcher Fläche der Rohstoff angebaut wurde. Zusätzlich müssen sie Sorgfaltspflichten einhalten und bei der Produktion lokale Gesetze zu Menschen- und Landrechten beachten. Diese Regelungen könnten auch lokale Unternehmen in Berlin dazu veranlassen, ihre Beschaffungs- und Produktionsprozesse zu überdenken und möglicherweise zu verändern, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer, betonte, dass viele Unternehmen bisher nur angekündigt haben, ihre Lieferkettenpolitik frei von Naturzerstörung und Menschenrechtsverletzungen zu gestalten. Nur zwei der angefragten Unternehmen gaben an, ein komplett entwaldungsfreies Sortiment sicherzustellen. Dies zeigt, dass in der Branche noch viel Handlungsbedarf besteht, um den verordneten Standards gerecht zu werden.

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In Anbetracht dieser Entwicklungen sollten auch Berliner Bürger und Unternehmen überlegen, welche Maßnahmen sie ergreifen können, um die Entwaldung zu bekämpfen und nachhaltige Praktiken zu fördern. Dies könnte bedeuten, dass lokale Unternehmen in Berlin verstärkt auf zertifizierte nachhaltige Rohstoffe setzen und ihre Lieferketten nachhaltig umstrukturieren müssen.

Tabelle:
| Unternehmen | Maßnahmen zur Rückverfolgung von Futter-Soja | Maßnahmen zur Rückverfolgung von Palmöl |
|--------------------|------------------------------------------------|------------------------------------------|
| Unternehmen A | Nein | Nein |
| Unternehmen B | Ja | Nein |
| Unternehmen C | Nein | Ja |
| Unternehmen D | Ja | Nein |
| Unternehmen E | Nein | Nein |



Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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