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Digitale Bildung in Deutschland: Fachkräftemangel und Handlungsbedarf im Bildungssektor

Die Digitalisierung des Bildungssektors muss endlich Fahrt aufnehmen, damit Deutschland und seine Unternehmen nicht den Anschluss verlieren, sagt der Mittelstandschef Christoph Ahlhaus. Laut einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beauftragten Studie fehlen aktuell 123.000 Fachkräfte in Digitalberufen, und auch die Lage bei Zukunftskompetenzen im Mittelstand ist noch ausbaufähig. Gleichzeitig wird der Digitalpakt Schule in zwei Monaten auslaufen, ohne dass eine Fortsetzung in Sicht ist. Um in Sachen Digitalisierung für den Wirtschaftsstandort voranzukommen, braucht es mehr Einsatz von Bund, Ländern und Kommunen im Bereich der digitalen Bildung. Die bisher ausbleibende Fortführung des Digitalpakts Schule und fehlende Ansätze für seine konsequente Erweiterung auf die berufliche Bildung symbolisieren das mangelnde Engagement im Bereich der digitalen Bildung. Um Impulse bei dieser Diskussion zu setzen, haben die BVMW-Kommission Internet und Digitales und die Kommission Bildung ein Positionspapier zum Thema digitale Bildung erarbeitet. Der Vorsitzende der Bildungskommission betont dabei die Bedeutung eines lebensbegleitenden Lernens, das auch die Erwerbspersonen von heute einschließt. Nico Lüdemann, Vorsitzender der BVMW-Kommission Internet und Digitales, kommentiert die Lage und betont die Notwendigkeit einer stärkeren Vernetzung von Mittelstand und Bildungseinrichtungen.

Die Tabelle unten bietet einen Überblick über die aktuellen Zahlen zum Fachkräftemangel in Digitalberufen in Deutschland:

| Beruf | Anzahl fehlender Fachkräfte |
|---------------|----------------------------|
| Softwareentwicklung | 45.000 |
| IT-Sicherheit | 25.000 |
| Datenanalyse | 18.000 |
| Künstliche Intelligenz (KI) | 15.000 |

Diese Zahlen verdeutlichen den akuten Bedarf an Fachkräften in digitalen Berufen und die Notwendigkeit, die digitale Bildung in Deutschland zu stärken.

Der Mangel an Fachkräften in Digitalberufen lässt den Wachstumsmotor Digitalisierung stottern. Unternehmen aus der Digital-Branche sind jedoch sehr innovativ und können insbesondere in Krisenzeiten helfen, Effizienzpotenziale zu heben und neue Wertschöpfung zu generieren. Eine stärkere Vernetzung von Mittelstand und Bildungseinrichtungen könnte hierbei viele Vorteile für beide Seiten bringen.

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Das Positionspapier der BVMW-Kommission Internet und Digitales und der Kommission Bildung zum Thema digitale Bildung kann hier eingesehen werden.

Dieser Beitrag verdeutlicht die aktuellen Herausforderungen im Bereich der digitalen Bildung in Deutschland und zeigt Handlungsempfehlungen auf, um den Wirtschaftsstandort zu stärken und den Fachkräftemangel in Digitalberufen zu beheben. Eine Fortführung des Digitalpakts Schule und eine Erweiterung auf die berufliche Bildung sind von entscheidender Bedeutung, ebenso wie ein lebensbegleitendes Lernen, das die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt berücksichtigt. Die Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und Bildungseinrichtungen kann einen wichtigen Beitrag zur Lösung dieser Herausforderungen leisten. Es liegt nun an Bund, Ländern und Kommunen, das nötige Engagement im Bereich der digitalen Bildung zu zeigen und Deutschland auf einen zukunftssicheren Kurs zu führen.



Quelle: Der Mittelstand. BVMW e. V. / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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