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Dezentrales erneuerbares Back-up für Wind und Sonne statt Gaskraftwerke: BEE fordert smarte Lösungen

Liebe Leserinnen und Leser,

die Diskussion um die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung nimmt an Fahrt auf. Insbesondere die Erneuerbaren Branche drängt auf smarte Lösungen, um die Energiewende voranzutreiben. Dr. Simone Peter, die Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE), fordert eine Neuorientierung weg von zentralen Kraftwerksstrukturen hin zu dezentraler Flexibilität. Dieser Ansatz ist nicht nur im Einklang mit den Klimazielen, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

In Berlin sehen viele Bürgerinnen und Bürger die Dringlichkeit einer solchen Flexibilitätsstrategie, da die Stadt immer wieder mit Umweltproblemen und Luftverschmutzung zu kämpfen hat. Die Förderung erneuerbarer Energien und die flexiblere Nutzung von Wind-, Sonnen- und Biogasenergie könnten lokale Auswirkungen in Form von sauberer Luft und weniger Umweltbelastung haben.

Durch die Flexibilisierung des Biogasanlagenbestands könnten nach den Szenarien des BEE bis 2030 in ganz Deutschland rund 12 Gigawatt (GW) flexible Leistung entstehen. In Berlin könnte dies dazu beitragen, die Abhängigkeit von konventionellen Kraftwerken und damit auch die Luftverschmutzung zu reduzieren. Außerdem bietet die dezentrale Wärmeauskopplung von Biogas- und anderen erneuerbaren Energien die Möglichkeit, Wärmenetze vor Ort zu speisen, was die Effizienz der Energieversorgung in der Stadt erhöhen würde.

Darüber hinaus stellt die Nutzung von Wasser-, Wind- und Geothermie als Flexibilitätsdienstleister eine Chance dar, um die lokale Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten. Erfolgreiche Projekte in Berlin wie der EUREF-Campus in der Schöneberger Südgelände oder das Berliner Bio-Energie-Quartier zeigen, dass eine dezentrale, erneuerbare Energieversorgung möglich ist und bereits umgesetzt wird.

Es ist daher an der Zeit, dass die Bundesregierung die Forderungen der Erneuerbaren Branche ernst nimmt und eine Flexibilitätsstrategie in die Kraftwerksstrategie integriert. Nur so können die Klimaziele erreicht und die Energiewende vorangetrieben werden.

BEE-ENERGIEDIALOG 2024
Dr. Simone Peter hat in ihrer Grundsatzrede beim BEE-ENERGIEDIALOG 2024 die Anforderungen der Erneuerbaren Branche an die Kraftwerksstrategie deutlich gemacht und für die Nutzung erneuerbarer Flexibilitäten plädiert. Diese Forderungen haben auch in Berlin Zustimmung und Unterstützung gefunden.

Siehe auch  CDU nimmt Klima-Sonderkredite in Berlin auf, während sie in Karlsruhe dagegen klagt

Die Tabelle unten zeigt die Potenziale der flexiblen Leistung und die geplanten Investitionen in die Flexibilisierung von Biogasanlagen:

| Jahr | Flexible Leistung (GW) | Geplante Investitionen (Milliarden Euro) |
|——-|————————|——————————————-|
| 2030 | 12 | – |
| 2050 | 27 | – |

Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung die Forderungen der Erneuerbaren Branche in ihre Kraftwerksstrategie einbezieht und inwiefern sich dies auf die lokale Energieversorgung und Umweltsituation in Berlin auswirken wird.

Herzliche Grüße aus Berlin,
[Name des Autors]



Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. / ots

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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