Berlin Aktuell

Chef der Tresoranlage verwickelt: Hilfe bei millionenschwerem Raub – Räuber immer noch auf der Flucht

Der spektakuläre Raub in einer Tresoranlage an der Fasanenstraße in Berlin beschäftigt seit mehr als zehn Monaten die Ermittler. Nun wurde klar, wie es zu diesem millionenschweren Einbruch kommen konnte. Wie die „B.Z.“ berichtet, soll der Chef der Tresoranlage mit Mitgliedern eines Berliner Clans kooperiert haben. Der 51-Jährige hatte sich demnach bei dem Clan hoch verschuldet, woraufhin ihm die Kriminellen ein Angebot machten, das er offenbar nicht ablehnen konnte oder wollte.

Der Clan übernahm daraufhin mit einem eigenen Unternehmen den Sicherheitsdienst in dem Tresorraum. Der Chef der Anlage kündigte dafür einer bekannten Berliner Überwachungsfirma. Am 19. November öffneten dann zwei Männer den Tresorraum. Sie hatten Schlüssel und die nötigen Türcodes, da die Alarmanlage auf Anweisung des Chefs kurz vor der Tat ausgeschaltet wurde. Die Männer knackten zahlreiche Schließfächer, versuchten, ein Feuer zu legen und flüchteten schließlich. Bis heute konnten sie nicht gefasst werden.

Inzwischen kam es zu mehreren Razzien und Festnahmen im Clan-Milieu. Die Hintermänner des Raubes sollen im Oktober vor Gericht gestellt werden. Die genaue Beutehöhe ist jedoch noch immer unklar. Nach Angaben von „Bild“ und „B.Z.“ beläuft sich der Gesamtschaden auf 45 Millionen Euro. Davon entfallen 32 Millionen Euro auf Wert- und Schmuckgegenstände, die in dem Tresorraum gelagert waren, und weitere 13 Millionen Euro auf Uhren, die ein bekannter Uhrenverkäufer dort aufbewahrte. Aufgrund des Raubs musste der Uhrenverkäufer Insolvenz anmelden. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte zunächst von einem Schaden in Höhe von 32 Millionen Euro gesprochen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Ermittler die Täter und die Beute je finden werden. Der Prozess gegen die Hintermänner des Raubes soll im Oktober stattfinden und könnte weitere Informationen über den genauen Ablauf des Einbruchs liefern.

Siehe auch  Clan-Kriminalität in Berlin: 16 Antworten auf die wichtigsten Fragen

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