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Berichte: Syriens Assad macht seltenen Besuch im Norden des Landes

BEIRUT – Präsident Bashar Assad hat am Freitag einen seltenen Besuch in der nördlichen Provinz Aleppo abgestattet, um ein Kraftwerk einzuweihen, das einst von Aufständischen gehalten wurde und während des Krieges große Schäden erlitten hat, berichteten staatliche Medien.

Von der Regierung gehaltene Teile Syriens erleiden täglich mehr als 12 Stunden Stromausfälle, da die Produktion weit unter dem Bedarf des Landes liegt. Syriens Infrastruktur wurde während des 11-jährigen Konflikts stark zerstört.

Syriens staatliche Nachrichtenagentur SANA sagte, Assad habe das Kraftwerk im östlichen Teil der Provinz Aleppo besucht und fügte hinzu, dass ein Teil des Kraftwerks jetzt fertig sei und bis zu 200 Megawatt produzieren könne. Dem Bericht zufolge seien Arbeiten im Gange, um auch andere Teile der Station zu reparieren.

Die Einweihung am Freitag findet am sechsten Jahrestag der Rückeroberung der Station durch syrische Truppen von Militanten statt, heißt es in dem Bericht.

Die syrischen Regierungstruppen kontrollieren jetzt einen Großteil des Landes, dank der Verbündeten Russland und Iran, die dazu beigetragen haben, das Kräfteverhältnis zugunsten Assads zu verschieben. Der Bürgerkrieg, der 2011 begann, hat Hunderttausende Menschen getötet, die Hälfte der Bevölkerung des Landes vertrieben und große Teile Syriens zerstört.

Der syrische Ministerpräsident Hussein Arnous sagte kürzlich vor dem Parlament, dass der Bedarf des Landes bei etwa 7.000 Megawatt liege, die Kraftwerke aber nur etwas mehr als 2.500 Megawatt produzierten.

Arnous fügte hinzu, dass ein Hauptgrund für Stromknappheit darin bestehe, dass Syriens Erdgasförderung während des Konflikts stark zurückgegangen sei, da einige der größten Öl- und Gasfelder des Landes von von den USA unterstützten syrisch-kurdischen Kämpfern besetzt seien.

Im November unterzeichnete Syrien mit einer Unternehmensgruppe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Vertrag über den Bau eines Solarkraftwerks in einem Vorort von Damaskus. Die Station wird 300 Megawatt Spitzenleistung produzieren.

Einen Monat zuvor unterzeichnete das syrische Elektrizitätsministerium einen Vertrag über 115 Millionen Dollar mit einem iranischen Unternehmen über den Wiederaufbau eines weiteren Kraftwerks in Zentralsyrien.

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Quelle: ABC News

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