Friedrichshain-Kreuzberg

Bericht zur 60+ Studie veröffentlicht

Bericht zur 60+-Studie veröffentlicht

Pressemitteilung Nr. 260 vom 21.09.2021

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat nachgefragt, mehr als 3.500 Menschen ab 60 Jahren haben geantwortet. Der Bericht zur Ende 2020 durchgeführten postalischen Befragung gibt einen guten Einblick in die Lebensumstände, Sorgen und Wünsche von Menschen ab 60 Jahren im Kreis. Die Erhebung wurde in enger Abstimmung mit der Seniorenbeauftragten Friedrichshain-Kreuzberg und sozialen Einrichtungen des Bezirks entwickelt und von der Organisationseinheit „Bezirksplanung und -koordination“ durchgeführt.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Umfrage zählen:

  • 24 Prozent der über 60-jährigen Einwohner von Friedrichshain-Kreuzberg sind von Einkommensarmut bedroht. Nur ein Drittel der armutsgefährdeten Menschen erhält eine Grundsicherung im Alter. Armutsgefährdete Haushalte geben rund die Hälfte ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aus, obwohl sie über weniger Wohnfläche pro Person verfügen und die Wohnungen in einem schlechteren Zustand sind.
  • Viele Menschen mit körperlichen Behinderungen leben in Wohnungen, die nicht barrierefrei sind. Mangelnde Erreichbarkeit ist für Menschen ab 60 Jahren ein wichtiger Umzugsgrund.
  • Rund 70 Prozent der Befragten bewerten die Wohn- und Wohnqualität im Quartier als gut oder sehr gut. Die öffentlichen Grünflächen werden häufig genutzt und werden von 77 Prozent der Befragten als gut zugänglich beschrieben.
  • Ende 2020 konnte mehr als die Hälfte der über 80-Jährigen das Internet von zu Hause aus nutzen. Ein Drittel der Befragten dieser Altersgruppe nutzt das Internet häufig oder sehr oft, um soziale Kontakte zu pflegen.
  • 7 Prozent aller Befragten gaben an, sich oft einsam zu fühlen. Menschen mit geringem Einkommen und Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich deutlich häufiger einsam.
  • 13 Prozent der Befragten berichten über Erfahrungen mit altersbedingten Benachteiligungen. Rund 20 Prozent aller Menschen mit Migrationshintergrund berichten von Rassendiskriminierung.

Für Landrat Knut Mildner-Spindler stellt der Bericht eine wichtige Informationsgrundlage für die Weiterentwicklung von Freizeit-, Gesundheitsförderungs- und Beratungsangeboten dar: „Ich freue mich sehr, dass wir nun wieder verlässliche Aussagen über die Lebenswirklichkeit älterer Menschen treffen können. Die Bezirkspolitik, die Verwaltung, die Netzwerke zur Teilhabe älterer Menschen in Friedrichshain und Kreuzberg und viele soziale Einrichtungen können diese Informationen nutzen. Für sie beginnt der schwierige Teil des Projektes „Zukunftsorientierte Seniorenpolitik“. Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg. ”

Den Bericht zur 60+-Studie finden Sie auf der Projektwebsite: www.berlin.de/60plus-fk

Kontaktpersonen

Sara Lühmann
Pressesprecher
Telefon: (030) 90298-2843

Dominik Krejsa
Mitarbeiter-Pressestelle
Telefon: (030) 90298-2418

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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