Steglitz-Zehlendorf

Ausstellung: „FLUXUS New York and Elsewhere“ vom 13.05. bis 04.09.2022 im Gutshaus Steglitz

Herrenhaus Steglitz, Berlin
Kurator: Dr. Brigitte Hausmann, Kulturdezernentin in Steglitz-Zehlendorf

Eröffnung am 12. Mai 2022 um 18:00 – 21:00 Uhr

Individuelle Pressevorschau sind bereits am 12.05. tagsüber möglich.

Grußwort Cerstin Richter-Kotowski, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksrätin für Bildung, Kultur und Sport,
Prof. Dr. Bazon Brock, 2500 Jahre Fluxus. Vorsitzender Maciunas folgt dem Strom der Zeit seewärts,
Frieder Butzmann, mindestens 11 Fluxic-Produkte, teilweise mit Gesang,
Flux-Mahlzeit

Hintergrund

Fluxus war eine der ersten internationalen und intermediären Kunstbewegungen. Nach dem Start in Deutschland wurde New York zum Zentrum der dezentralen Aktivitäten; Viele Fluxus-Künstler lebten dort dauerhaft oder temporär, zahlreiche Veranstaltungen fanden dort statt und viele Projekte wurden dort weltweit initiiert. Die Schlüsselfigur war George Maciunas (1931-1978), der Theorie, Programm und Ästhetik stark beeinflusste. Praktiken der Nicht-Kunst, der Identität von Kunst und (Alltags-)Leben und Konkretismus, Anti-Kunst, Kollektivität, Partizipation, Do-it-yourself und das Konzeptuelle veränderten den Kunstbegriff und wirken bis heute nach.

60 Jahre Fluxus: Gerade im Kunstjahr 2022 mit der vom indonesischen Künstlerkollektiv ruangrupa kuratierten documenta five lohnt sich ein Blick auf historische Positionen.

George Maciunas lernte wichtige spätere Fluxus-Künstler als Student in der Klasse für elektronische Musik an der New School for Social Research in New York und durch Yoko Ono kennen. 1961 trat er eine Stelle als Grafikdesigner auf dem Stützpunkt der US Air Force in Wiesbaden an, knüpfte schnell Kontakte zur Avantgarde, verfasste erste Manifeste und löste dank legendärer Festivals mit internationaler Beteiligung 1962/63 Grenzen auf Zwischen den Disziplinen und Genres wurde Fluxus schnell in ganz Europa populär Zeit zu einem unumgänglichen Trend in der Kunst nach 1960.

Nach diesem spektakulären Start kehrte Maciunas nach New York zurück. Fluxus New York: Wer waren die Akteure? George Brecht, La Monte Young, Shigeko Kubota, Alison Knowles, Dick Higgins, Nam June Paik, Yoko Ono, Ben Vautier, Ay-O, Mieko Shiomi, um nur einige zufällige Namen zu nennen. Neben Konzerten, Veranstaltungen und Straßenaktionen entstanden Zeitungen, Filme und Kisten mit Spielen, Noten und Alltagsgegenständen. Das Corporate Design wurde von „Mr. Fluxus“, die auch den Vertrieb der massenproduzierten Fluxus-Produkte übernahm. Der gelernte Architekt schrieb mit der Fluxhousing Cooperative Stadtgeschichte, die in SoHo die Gentrifizierung einleitete.

Die Exponate der Ausstellung vermitteln die vielfältigen Aktivitäten der Fluxus-Künstler und des großen Ideengebers und unermüdlichen Organisators George Maciunas während der New Yorker Zeit. Die meisten stammen aus dem Nachlass des Avantgarde-Filmemachers Jonas Mekas, der mit Maciunas befreundet war und über die Merrill C. Berman Collection in die Noartcollect gelangte. Der Dokumentarfilm „FluxUsNow. Fluxus mit der Kamera erforscht“ von Dorothee Richter und Ronald Kolb vermittelt einen lebendigen Eindruck von Fluxus und seinen Protagonisten.

Die Ausstellung erscheint in DISTANZ Verlag einen Katalog mit Texten von Thomas Kellein und Dorothee Richter.

Herrenhaus Steglitz
Schloßstr. 48, 12165 Berlin
www.kultur-steglitz-zehlendorf.de
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr
freier Eintritt

Gefördert aus Mitteln des Ausstellungsfonds der Städtischen Galerien der Berliner Bezirke und des Bezirkskulturfonds

Pressekontakt

Dr. Brigitte Hausmann, Kulturdezernentin in Steglitz-Zehlendorf
Email: brigitte.hausmann@kultur-steglitz-zehlendorf.deTelefon: +49 30 90299-2381

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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