Steglitz-Zehlendorf

Aus “Club Steglitz” wird “Hans-Söhnker-Haus”

Aus “Club Steglitz” wird “Hans-Söhnker-Haus”

Pressemitteilung vom 13. Oktober 2021

Hans Söhnker (1903-1981) steht für großartiges Schauspiel, aber auch für Menschlichkeit und Zivilcourage. Seit dem 11. Oktober 2021 trägt der “Club Steglitz”, eine kreiseigene Freizeiteinrichtung für Menschen ab 55 Jahren, den Namen des Theater-, Film- und Fernsehschauspielers, dessen Lebens- und Arbeitszentrum zwischen 1936 und Zehlendorf ununterbrochen in Steglitz und Zehlendorf war sein Tod 1981.

Der zuständige Bezirksrat für Soziales für Ordnung, Nahverkehr und Bürgerservice, stellvertretender Bezirksbürgermeister Michael Karnetzki, zusammen mit René Rögner-Francke, Vorsitzender der Bezirksversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf, ein Spruchband mit der Aufschrift “Hans-Söhnker-Haus”. Als Gastgeber begrüßte der Stadtrat das ältere Ehepaar Erich und Gisela Engel aus Lankwitz, die wohl größten Söhnker-Fans im Kreis. Jahrzehntelang bemühten sie sich um die gebührende Anerkennung des Staatsschauspielers, dem im November 2018 der Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ verliehen wurde Bürger, die sich in seinem Wochenendhaus verstecken.

Michael Karnetzki ging in seiner Festrede auf den Einfluss Hans Söhnkers in einem sozialdemokratischen Heim ein und lobte ihn als Vorbild für eine klare Haltung und Zivilcourage, die auch heute noch immer und überall gefragt ist:

Wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität erniedrigt, angegriffen oder verfolgt werden, dann ist es unsere „natürliche menschliche Pflicht“, einzugreifen, zu widersprechen und zu helfen. Heute ist dies nicht mehr mit persönlichen Risiken verbunden, wie es damals bei Hans Söhnker der Fall war.

Anneke Kim Sarnau war einer der Ehrengäste im Hans-Söhnker-Haus. Stellvertretend für die Familie des Geehrten erhielt die Schauspielerin die Yad Vashem-Medaille an der Gedenkstätte „Stille Helden“. Es ist die höchste Ehre, die der Staat Israel Nichtjuden zu verleihen hat.

Die Initiative zur Umbenennung des ehemaligen „Club Steglitz“ in „Hans-Söhnker-Haus“ ging vom ehemaligen Kreisrat Frank Mückisch aus, der im Juni 2021 in den Ruhestand ging.
Am Morgen desselben Tages wurde ein grüner, von Bäumen gesäumter Platz in Dahlem nach Hans Söhnker benannt. Am 11. Oktober 2021 wäre der doppelt Geehrte 118 Jahre alt geworden, sein 40. Todestag war am 20. April dieses Jahres.


Einweihung des Hans-Söhnker-Hauses und der Sonderausstellung „Hans Söhnker – Bildschirmheld und Lebensretter“ im Heimatmuseum Zehlendorf

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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