Berlin

Ach, wie schön Brandenburg doch ist: Felsbrocken, Farben, Filmkulissen – vier Ausflugstipps zum Durchatmen

Unberührte Natur, urige Rückzugsorte, nette Menschen – Brandenburg bietet noch viel mehr. Um außergewöhnliche Momente zu erleben, müssen Sie nicht auf die Seychellen fliegen, sondern auch eine klimafreundliche Reise ins Schlaubetal. Wir haben einige Glücksplätze vor der Haustür gesammelt.

Staunen in Eichwege

Knapp zwei Stunden südöstlich von Berlin beginnt eine andere Welt. Stolz liegt sie da, die Feldsteinkirche Eichwege im Spree-Neiße-Kreis – in einem Ensemble aus Backsteinbauten aus einer anderen Zeit. Hier könnten Filme gedreht werden, hier beginnt das Kopfkino.

Mächtige Quader aus Mooreisen liegen aufeinander, im 15. Jahrhundert aufgetürmt. Die Mauern sind etwa 1,20 Meter dick. Nach Renovierungsarbeiten zwischen 1693 und 1697 erhielt der ehemals spätgotische Bau eine barocke Tonnendecke und größere Fenster Eingangsportal verweisen auf einen vorreformatorischen Bau .

Tritt man etwas zurück, fällt die schräge Form des Turms ins Auge, sowohl seitlich geneigt als auch leicht in sich gekehrt. Wer will nach Pisa fliegen?

Diese evangelische Kirche hat es in sich: Im Inneren noch die barocke Kanzel von 1688, eine Orgel der Orgelbaufirma Sauer in Frankfurt/Oder und ein nach Plänen von Schinkel gestaltetes Taufbecken aus Bronzeguss; zuvor in der Alten Nazarethkirche am Leopoldplatz im Wedding zu sehen. Ein zweiter Abguss dieses Taufbeckens befindet sich in der Schlosskirche zu Wittenberg. Oben befindet sich noch ein Deckenfries mit floralen Ornamenten, unter der jetzigen Schicht Holzlack.

Eigentlich hießen Dorf und Pfarrei einst Dubraucke – im Zuge der Zwangsarisierung sorbischer Ortsnamen wurde daraus Eichwege. Der Name ist heute weithin bekannt für die Kirche und ihre Gemeinwesenarbeit mit Frauenkreisen, Seniorenwochen und Veranstaltungen an Tagen des offenen Denkmals. Dort treffen sich Freiwillige Feuerwehren aus der Region, und auch der Gropius-Chor aus Berlin hat ein Konzert gegeben.

Entspannen Sie sich im Oberlinhaus

Ein ähnlich cineastisches Gebäude steht zwei Kilometer nördlich der Kurstadt Bad Belzig im Südwesten Brandenburgs – das Oberlinhaus, eine Klinik im Landhausstil mit viel Fachwerk und romantischen Türmchen, Gängen und Aussichtspunkten. Vor über 100 Jahren als Lungenheilstätte erbaut, bietet das Oberlinhaus heute inklusive der Neubauten mehr als 240 modern eingerichtete und ausgestattete Einzelzimmer, in denen sich beispielsweise am Knie operierte Städter während der Rehabilitation erholen können. Aber auch wenn man gut zu Fuß ist, ist das Haus eine Tour wert.

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Vom Besucherparkplatz muss man ordentlich laufen, dafür aber durch einen schön angelegten Kurpark. Das Treten von Kneippwasser erfrischt müde Waden, der Quellbach quillt aus dem Boden. Auch der Barfußpfad kann an milderen Herbst- und Wintertagen noch absolviert werden. Und dann: Einfach auf dem Wanderweg durch den Wald und aufs freie Feld. Steine ​​werden zu meditativen Türmen aufgetürmt. Ach, wie schön ist Brandenburg.

Entspannen am Märkischen Meer

Ach, wie schön war Brandenburg, aber leider muss es mancherorts so heißen. Durch die Hitze und Verdunstung infolge der Erderwärmung verdunstet so manches Gewässer. Der Seddiner See, er gleicht einer Wüste am Strand. Dorfteiche – sie sind vielerorts versandet.

Auch der Wasserstand des Märkischen Meeres ist gesunken, was Passanten aber nicht so stark bemerken. Im Hotel-Resort Märkisches Meer können Sie sich von den Sorgen der Welt erholen. Auch das ist im Precise Resort am Schwielowsee möglich – in der Bar, bei den Hotelgebäuden. Auf dem Steg sitzend hört man leise die Abspannleinen der Boote klicken.

Hören in der Uckermark

Hoch aufragende Wolken, paarweise schwimmende Enten, rauschendes Schilf, mediterrane Ausblicke – so liegen die Teiche und Seen rund um Angermünde in der Uckermark den Ausflüglern zu Füßen. Bei Sonnenuntergang, bei einer Tour durch die sanften Hügel der Uckermark, zeigt sich am Horizont immer eine neue Fototapete – live und in Farbe.

Jetzt einfach etwas abseits der Straße sitzen, den Fröschen beim ohrenbetäubenden Konzert lauschen und Formen und Farben einatmen. Wenn in der Ferne Donner kracht und Blitze zucken, gleicht das Panorama einem Open-Air-Breitbildkino. Paradies, es ist in Brandenburg.

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