Berlin

„Absolut im Zeitplan“: Innensenator weist CDU-Kritik zurück – Kotti-Guard soll Anfang 2023 fertig sein

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat Kritik aus der Opposition zurückgewiesen, dass sich der Start der geplanten Polizeiwache am Kottbusser Tor deutlich verzögern werde.

„Wir liegen mit dem Aufbau der Wache am Kottbusser Tor absolut im Zeitplan“, sagte sie am Dienstag. Die ersten notwendigen Renovierungsarbeiten sind bereits abgeschlossen. „Der Bodenaufbau und die Sanitärarbeiten beginnen in Kürze. Die restlichen Bauarbeiten sind in Auftrag gegeben und werden nach aktuellem Planungsstand wie geplant Anfang 2023 abgeschlossen.“

Auch das Personalkonzept für das Polizeirevier Berlin-Kreuzberg liegt vor. Der Rekrutierungsprozess wird abgeschlossen sein, bevor die Station in Betrieb geht.

Zuvor hatte die Berliner CDU der Polizei und dem Innensenator vorgeworfen, es gebe kein Personalkonzept für die neue Station Kotti. „Es gibt nicht einmal eine Ausschreibung für das benötigte Personal“, kritisierte der CDU-Innenpolitiker Frank Balzer am Dienstag. Die angekündigte Eröffnung bis Ende des Jahres ist unrealistisch. „Angesichts der Kriminalität ist jede weitere Verzögerung inakzeptabel.“

Spranger hatte zuvor mehrfach angekündigt, dass die Polizeiwache Anfang 2023 in den ersten Stock eines Hochhauses am Kottbusser Tor einziehen werde, direkt neben einer bekannten Kneipe auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Für Umbau und Sicherheitsvorkehrungen hat sie 3,5 Millionen Euro eingeplant.

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Besonders teuer sind nach Angaben des Berliner Immobilienunternehmens Grundsanierungen, Polizeitechnik und Sicherheitsglas für die Fenster. Der Ausbau der 200 Quadratmeter großen Räume für die Wache soll im Juni beginnen. Von außen ist derzeit nichts zu sehen, die Fenster sind von innen beklebt.

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Das Kottbusser Tor ist seit Jahrzehnten ein bekannter Ort des Nachtlebens – aber auch berüchtigt für Straßenkriminalität und Drogenhandel. Beim Thema Polizeirevier ist die Nachbarschaft gespalten: Einerseits gibt es Hoffnung, dass das Quartier davon profitiert, andererseits aber auch teils starke Ablehnung. (dpa)

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  • Iris Springer
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