Steglitz-Zehlendorf

"10 Jahre Istanbul Convention – (kein) Grund zum Feiern?": Dialogische Podiumsdiskussion am 18. November 2021 in der Zitadelle Spandau

“10 Jahre Istanbul Convention – (kein Grund) zum Feiern?”: Dialogische Podiumsdiskussion am 18. November 2021 in der Zitadelle Spandau

Pressemitteilung vom 10.11.2021

10 Jahre Istanbul Convention – (Kein) Grund zum Feiern?


Vergrößerung: Flyer zur Podiumsveranstaltung 10 Jahre Istanbul Convention am 18. November 2021 in der Zitadelle Spandau

Bild: Landratsamt Spandau

Podiumsdiskussion (übersetzt in DGS)

Eine Veranstaltung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Landratsamtes Spandau in Kooperation mit der ZAK die Zitadelle Spandau, die Behindertenbeauftragte Steglitz-Zehlendorf, die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Mitte.

2011 – In Istanbul unterzeichnen 13 Länder die Konvention des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Als visionäres (wegweisendes?) Rechtsinstrument zum Schutz vor Gewalt und Gleichberechtigung stellt die Istanbul-Konvention einen Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung dar. In 81 Artikeln wird verbindlich festgehalten – Diskriminierung führt zu Gewalt.
Nur in einer Welt mit gleichen Rechten kann das Leben ohne Gewalt real werden.

2021 – Was ist seit der Ratifizierung der Konvention passiert?
Welche der 81 Artikel wurden bisher umgesetzt?
Welche nicht, warum nicht?
In welchen Bereichen des Schutzes, der Strafverfolgung und der Ursachenbekämpfung wurden grundlegende Fortschritte erzielt?
Wo treten Lücken und weiterer Handlungsbedarf auf?

Diese und weitere Fragen werden die Experten aus den verschiedenen Bereichen im Dialog mit dem Publikum diskutieren.

Zeit: 18 Uhr
Standort: Zitadelle Spandau, am Juliusturm 64, 13599 Berlin
Notiz: Bitte informieren Sie sich vorab über www.zitadelle-spandau.de bezüglich der Einreisebestimmungen und der aktuellen Hygienemaßnahmen.
Anmelden: Bitte melden Sie sich bei Frau Gall per E-Mail an: j.gall@ba-spandau.berlin.de

PODIUM

  • Christina Clemm arbeitet als Strafverteidiger und als Nebenkläger für Opfer sexualisierter, rassistischer und LGBTIQ– feindselig motivierte Gewalt.
    Sie ist Fachanwältin für Strafrecht und Familienrecht in Berlin und war Mitglied der Expertenkommission zur Reform des Sexualstrafrechts BMJV. In ihrem viel beachteten Buch „AktenEinsicht: Geschichten von Frauen und Gewalt“ erzählt sie Geschichten von Frauen, die körperliche und sexuelle Gewalt erlebt haben und wie Betroffene mit diesen Taten weiterleben. Manchmal eröffnen sich erschreckende Einblicke in die Arbeit von Justiz und Polizei. Für die ZEIT schreibt sie als Gastautorin der Kolumne „10 nach 8“.
  • Catherine Oguntoye ist Historikerin und hat die feministische und afro-deutsche Bewegung maßgeblich mitgeprägt, unter anderem als Mitherausgeberin und Autorin des Buches „Farbe bekennen. Afrodeutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte“ (1986) und als Gründungsmitglied der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ und ADEFRA (Afro-deutsche Frauen- und Lesbengruppe). Sie ist auch Autorin von „Black Roots, Afro-German Family Stories from 1884 to 1950“, die kürzlich im Orlanda Verlag erschienen ist. Seit 1983 engagiert sie sich in der Frauen-/Lesbenbewegung und ist seit 1996 Leiterin des von ihr mitgegründeten Vereins Joliba – Interkulturelles Netzwerk in Berlin eV (www.joliba.de). 2020 erhielt sie den Berliner Preis für Lesbische* Sichtbarkeit.
  • Margarete Stokowski, geboren 1986 in Polen, lebt seit 1988 in Berlin. Sie studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet als freie Autorin. Ihre wöchentliche Kolumne „Oben und unten“ erscheint seit 2015 bei Spiegel Online. Für ihre Texte wurde sie 2019 mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet. „Down below free“, ihr Debüt, avancierte zum Standardwerk des modernen Feminismus.
  • Eileen Moritz, geboren in Hamburg, lebt seit 1983 in Berlin und war nach dem Studium der Sozialpädagogik an der Alice-Salomon-Universität in den 1990er Jahren in verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit tätig. Erst 2009 kehrte sie zu „ihren Wurzeln“ zurück und engagiert sich seitdem in der Behindertenpolitik im Sinne der Bewegung für selbstbestimmtes Leben. Ihre Themen sind Empowerment, Inklusion als Menschenrecht und Selbstbestimmung. Inzwischen arbeitet sie, die Fundamente der Bewegung im Herzen, sehr „realpolitisch“ als Beauftragte für Menschen mit Behinderung in Steglitz-Zehlendorf in Berlin. Sie setzt sich für Chancengleichheit und gleiche Lebensbedingungen ein.
  • Dr. Delal Atmaca ist Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Dachverbandes der Migrantinnenorganisationen (DaMigra eV). Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Kooperationsökonomie in Marburg promovierte er im Fach Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dr. Delal Atmaca ist Expertin in den Bereichen Migration, Gender und Frauenrechte und hält Vorträge zu diesen Themen auf Bundes- und europäischer Ebene.
    Darüber hinaus engagierte sie sich als Vorstandssprecherin des Migrationsrates Berlin-Brandenburg und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied der WeiberWirtschaft eG in Berlin.

MÄSSIGUNG

Jeja Klein macht freien Journalismus, ist Mitglied der Redaktion von queer.de und beschäftigt sich mit Themen wie Feminismus, sexuelle Gewalt und Gender.
Solange es kein etabliertes Pronomen für nicht-binäre Personen gibt, lässt sich Jeja gerne mit dem Pronomen „Es“ ansprechen – aber bis dahin ist „Sie“ okay.
Zur Moderation geht es durch die Veranstaltungsreihe „Keine sicheren Räume?!“ in dem nach Veröffentlichungen über geheime Aufnahmen auf alternativen Festivals Strategien gegen sexuelle Gewalt diskutiert wurden.

    .

Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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